Radweg

Der Radweg oder "die Hundstour" (wegen der Form der Strecke) wurde von den Mitgliedern des Bürgerblock Moosinning, Dr. Reinhard Kubo, Elfriede Kastenmaier, Christian Killi, Franz Hermansdorfer, geschaffen, um das Gemeindegebiet der Gemeinde Moosinning seit 1818 im Wesentlichen unverändert, kennen zu lernen. Es wird jeder Ortsteil und Weiler soweit angefahren, dass man ihn sieht bzw. besuchen kann. Im Einzelnen sind das Burgholz, Eching, Eder am Holz, Eichenried, Freieneck, Kempfing, Moosinning, Riexing, Schnabelmoos, Sollnberg, Stammham, Zengermoos.
Der Radweg rund um Moosinning hat ferner den Charme, dass er an jeder Stelle begonnen und beendet werden kann. Wer will, kann die Strecke nach Belieben erweitern oder verkürzen. Wer die Tour im Sommer fährt, wird sich zu dem an den vielen Baumtunnels erfreuen.

Bitte beachten Sie, dass der Radweg ab Punkt 21. - 28. über Kieswege und der Punkt 23. über einen Waldweg führt.

1. Wir fahren die Straße "Am Gfängbach" entlang in Richtung Moosinninger Mooshäusl. Dabei kommen wir am Sport- und Freizeitgelände vorbei. Nach dem alten Bade- und jetzigem Fischweiher fahren wir durch die Oberen Einfänge. Der Flurname Einfänge kommt daher, dass die Grundstücke früher gegen den Einbruch von Wild und Weidevieh z.B. von Gräben umfangen und somit geschützt (= eingefangen) waren (Quelle: R. Bayerl, Flurnamen in der Gemeinde Moosinning und ihre Bedeutung).

2. Wenn wir auf Höhe des Proweilerbaches, der von Süden in den Gfängbach fließt, weiter zu den Weiherhäusern fahren, sehen wir einen weiteren Baumtunnel vor uns. Wenn wir die Weiherhäuser hinter uns gelassen haben, fahren wir Richtung "Steinerne Brücke". Nach ca. 200 m sehen wir links einen Durchlass. Hier kommt die Gemeindegrenze zwischen Moosinning und Neuching vom Proweilerbach und verläuft mittig im Gfängbach. Der Verlauf der Gemeindegrenze lässt sich im Bayernatlas gut verfolgen.

3. Nach weiteren 300 m quert die Gemeindegrenze die Straße und verläuft Richtung Birkenstraße. Hierverlassen wir für eine kurze Strecke die Gemeinde Moosinning und fahren zur "Steinernen Brücke". Dort biegen wir nach rechts ab - Richtung Naturschutzgebiet.

4. In Höhe des Abzweigs Weißdornweg kehren wir wieder in das Gemeindegebiet von Moosinning zurück. Als erstes begegnet uns die Gfällach. Zum Verlauf der Gfällach ist geschichtlich erwähnenswert, dass die Gfällach ursprünglich aus zwei Armen entstanden ist. Der eine kommt von Eicherloh und verlief bzw. läuft teilweise durch das heutige Naturschutzgebiet und der zweite ist das jetzige Bachbett der Gfällach ab der Brücke und ist beim Weißdornweg etwas nördlich des Anwesens Schmied entsprungen. Dies kann auch im Bayernatlas in den historischen Karten verfolgt werden. Die beiden Arme der Gfällach wurden von der Moorkulturstelle Eicherloh zur Entwässerung verbunden. Des Weiteren wurde auch eine Regulierung der Gfällach zum Hochwasserschutz für Eichenried vorgenommen. Details hierzu sind unter "Sachbeiträge zur Geschichte der Gemeinde Moosinning von R. Bayerl" ab Seite 474 nachzulesen.

5. Der nördliche Teil des Naturschutzgebietes Gfällach ist das zweit älteste in Bayern. Der südliche Teil kam erst vor einigen Jahrzehnten dazu. An den südlichen Teil des Naturschutzgebietes grenzt ein Grundstück der Gemeinde Moosinning an, auf dem eine von zwei Benjeshecken entstanden ist. Benjeshecken bestehen zunächst aus Gehölzabfällen und wird von der Natur (meist durch Vögel) mit Samen bestückt, aus dem Gehölze und Bäume im Schutz des Totholzes sich entwickeln können. Der Flurname Gfangwiesen ist in der Bedeutung identisch mit den Einfängen.

6. Wenn wir das Naturschutzgebiet passiert haben, biegen wir nach rechts in die Eicherloher Straße ein und folgen dieser bis zum "Steinweiher". Hierbei handelt es sich um zwei kleinere Weiher, von denen der eine in privater Hand ist und der andere von der Gemeinde Moosinning als Biotop angelegt wurde. Das angrenzende kleine Wäldchen wurde vom Jagdpächter angelegt. Daran schließt sich eine weitere Benjeshecke an, die Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts angelegt wurde.

7. Weiter geht es nach ein paar Metern in die Brennermühlstraße. Nach dem Anwesen Haßelbeck erscheint auf der linken Seite ein Jagdgrenzpfosten, der auch die Gemeindegrenze markiert. Die Gemeindegrenze läuft hier quer über die Straße und dann nach Westen nördlich der Brennermühlstraße. Somit verlassen wir wieder das Gemeindegebiet und fahren auf Finsinger Flur bis kurz vor Freieneck. Die Flur südlich der Brennermühlstraße heißt Obere Schön, nördlich sind es die Schlagwiesen. Die Schlagwiesen wurden bereits 1656 verteilt. Jeder Hof erhielt einen Schlag von 8 Tagwerk (R. Bayerl, Flurnamen).

8. In Freieneck treffen wir auf die alte B 388. Hierbei handelt es sich um die Originalbreite der Straße. Wir lassen den Golfplatz Open9 rechts liegen und fahren auf Zengermoos zu. Der Flurname rechts ist Ismaninger Straßfeld und links Hoffeld. Die Namen sind selbsterklärend weil die Flur an der Straße nach Ismaning liegt und der andere Teil des Feld zum Hof des Gutes Zengermoos gehörte. Die alten Eschen am Straßenrand sind amerikanische Eschen. Aus diesem Holz war der Sendeturm gefertigt, der dem Eiffelturm ähnlich war. Leider ist er vor Jahren abgebrochen worden.

9. In Zengermoos angekommen, stehen wir vor der Kapelle die dem Hl. Rasso geweiht ist. Diese Kapelle wurde im Zuge der Flughafenumsiedlung errichtet.

Der Ortsteil Zengermoos wurde 1851 von Johann Nepomuk Zenger gegründet und erhielt bereits 1855 den offiziellen Ortsnamen. Die Geschichte zum Ortsteil Zengermoos ist ausführlich von Josef Gammel in Moosinning in Vergangenheit und Gegenwart beschrieben. Die kurze Geschichte der Pfarrei Moosinning ist in der Chronik der Gemeinde Moosinning abgedruckt. Ebenso wird die Geschichte des Zengermooses von R. Bayerl in den Sachbeiträgen zur Geschichte der Gemeinde Moosinning abgehandelt.

Links neben der Kapelle befindet sich ein alter Grenzstein aus dem Jahre 1718. Dieser Grenzstein stellt einen Hauptmarkstein zwischen Bayern, Ismaning und Freising dar und stand lt. einer Beschreibung vom 27.08.1718 am westlichsten Grenzpunkt von Moosinning.

Auf dieser Karte kann man die Lage des Grenzsteins sehen.

10. Wir fahren entlang des Zengergrabens, dieser wurde von der Goldach abgeleitet um den Torf zu bewässern, er wird an der nördlichen Gemeindegrenze zu Hallbergmoos wieder in die Goldach eingeleitet, die Goldacherstraße bis zur Zengerstraße weiter und biegen am Zengerwald in die Zengerstraße ein. Der Flurname ist auch wieder selbsterklärend "Hallbergmooser Straßfeld. Der Zengerwald ist seit 1995 unter Naturschutz gestellt und ist Teil des Bockhorner Mooses. Die Flur südlich der Zengerstraße sind die Reiherwiesen. Der Name hieß ursprünglich Reiserwiesen, weil hier die Moosinninger Bauern das Reiser für die Besen schnitten. Am Sportgelände des SV Eichenried stoßen wir auf die Schulstraße und folgen der in nördlicher Richtung.

11. Östlich der Straße befinden sich die Stammhamer Moosteile. Vor dem Anwesen Bauer biegen wir rechts ab in die Moosstraße. Ab der Straße Am Vierergraben verläuft ein kurzes Stück der Vierergraben neben der Straße. An der Biegung des Vierergrabens nach Norden in die Altenerdinger Moosteile, kommt von links der Sechsergraben, der an der Hauptstraße westlich Stanglwirt beginnt. An der Gfällachstraße überqueren wir wieder die Gfällach, der wir bereits vor und am Naturschutzgebiet überquert haben.

12. Nach dem wir die Gfällach überquert haben, fahren wir auf der Greißlstraße durch die Unteren Einfänge und biegen an der markanten Birkengruppe links ab, an der Gärtnerei Rath vorbei Richtung Kronthaler Weiher. Der Name Greißlstraße kommt von der Greißlschwaige, die dem Erdinger Greißlbräu gehörte.

13. Wie sich die Bilder gleichen. Hier befinden wir uns am Kronthaler Weiher, auf Höhe des Fasanenweges.

Am Ende des Kronthaler Weiher zweigt nach links ein Feldweg ab. Hier kreuzt sich die Linie der Basislinie der Ursprungsvermessung aus dem Jahre 1801. Die Linie liegt zwischen den Kirchturm von Aufkirchen und dem Nordturm der Münchner Frauenkirche. Markiert wurde sie durch die Vermessungspyramiden in Unterföhring und Aufkirchen. Bemerkenswert ist, dass die Vermessung mit 5m langen Holzlatten durchgeführt wurde und die Abweichung weniger als 1m ist. Die Basislinie ist 74175 bayrische Schuch (Schuh) lang (Das Meter wurde erst 1795 in Paris eingeführt). Dies entspricht 21,653 km. Im Verlauf des Radwegs haben wir die Basislinie bereits in der Eicherloher Str. gekreuzt (zwischen den Anwesen Mair und Walbrunn).

14. An diesem Punkt fließt der Fehlbach in die Dorfen. Der Fehlbach ist ursprünglich der Gfängbach. Dieser wurde von der Mühle (jetzt Billesberger) als Fehlbach, d.h. er leitet überschüssiges Wasser ab, benutzt. Den Verlauf des Gfängbachs kann man heute noch als kleines Bächlein in der "Dickewies"  erkennen.Nach der Brücke fließt von Osten der Bleichbach in die Dorfen. Die Flurbezeichnung im Norden westlich der Dorfen ist Tratmoos. Ein Tratmoos durfte bei der Dreifelder Bewirtschaftung in der Zeit der Brache betreten werden (Dreifelderwirtschaft heißt Wintergetreide, Sommergetreide, Brache). Die Flur östlich der Dorfen Einfänge. Südlich befindet sich links und rechts die Mühlpoint. Als Pointen wurden Hofgrundstücke bezeichnet.

15. Auf Höhe des Landhandels Hastreiter haben wir im Osten die "Moosinninger Bergwelt" vor Augen. Dies sind vor Kempfing der Braunberg, rechts der Moosberg und der Adelberg (Atteberg). Über den Adelberg Schreibt Burgholzer 1795 "Der Attelberg wird immer vom Fuß bis zum obersten Wipfel bebaut, so daß er immer niedriger wird, wie alte Leute aus Notzing die Bemerkung gemacht, daß man vomThurm der Kirche zu Moosinning, wovon man anfangs über den Berg hin gar nicht sah, nunmehr die ganze Kuppel erblicke und hiermit das Läuten höre". Dem Adelberg vorgelagert ist die Au (Gewerbegebiet) und dem Moosberg das Eichet, wegen einem großen Eichenbestand. Der Chronist J. Mittermayer, Pfarrer in Aufkirchen, beschreibt in der Geschichte der Pfarrei Aufkirchen "eine ausgedehnte Schweinezucht lässt sich bis vor 1000 Jahre verfolgen; Schweinham hat davon seinen Namen" (Schweinham war ein eigener Ort mit zwei Höfen und ist jetzt Erdinger Straße bzw. Sebastianstraße).

16. Von Eching ist nur das Anwesen "Oacha" zu sehen. Der Hofname ist auf den Flurnamen Eichet zurückzuführen. Bevor wir an die Freisinger Straße kommen, überqueren wir den Angergraben. Wenn man die historischen Karten genauer betrachtet, kann man zu dem Schluss kommen, dass es sich hierbei um den alten Lauf des Bleichbaches handelt.

Aus der Karte von 1814 wird deutlich, dass sich die Flurstücksgrenzen aus einem Bachlauf ergeben haben. Die Flurstücke zeigen heute noch keine geraden Grenzen. Auch der inzwischen nicht mehr gebräuchliche Flurname "Au" = nasse Wiese, könnte darauf hindeuten.

17. Wir biegen an der Freisinger Straße nach links in den Radweg ein und fahren bis zur Abzweigung Kempfing. Nach einem kurzen Anstieg geht es bergab in die Ortschaft Kempfing. Nach der scharfen Rechtskurve sehen wir die Kirche vor uns. In Kempfing zu verweilen, z.B. bei dem Modell des Herderhäuschens, das für die 950 Jahrfeier von Moosinning angefertigt wurde, ist es wert. Dies war ursprünglich, wie das Original, mit Stroh gedeckt.

18. In Kempfing biegen wir links nach Stammham ab. Wenn wir den Kanal überquert haben, sehen wir links den Sandberg und die Kirche von Aufkirchen. Entsprechend sind auch die Flurnamen Aufkirchner Acker und Sandbergäcker. im Süd das Stammhamer Feld und Stammhamer Wegäcker.

19. Wenn wir in Stammham zur Ortsmitte kommen sehen wir vor uns die Kapelle des Schnabelanwesens.

20. Wir fahren weiter Richtung Therme. Wenn wir die Osttangente überquert haben, verlassen wir wieder die Gemeinde und befindet uns auf dem Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt Erding. Beim Anwesen Gerst befand sich früher eine Ziegelei. Der Flurname nach Stammham auf der linken Seite wird als Lohfeld bezeichnet und heißt soviel wie das Feld an einem lichten Wald.

21. Wir biegen an der Straße nach rechts in den Radweg ein. Die Straße nach Werndlfing ist wieder der Verlauf der alten B 388, die früher durch Erding ging. In Werndlfing sehen wir neben der Straße eine Hofkapelle des Schwabbauernanwesens. Die Kapelle ist dem hl. Jakobus geweiht, so dass wir uns zwischen Kempfing und Werndlfing sozusagen auf einem kleinen Jakobsweg befunden haben.

 

Hier queren wir die Straße und benützen den Feldweg südlich davon. Dieser Weg führt uns unter der B 388 durch und ein Stück entlang der Osttangente. An der Abzweigung folgen wir dem linken Weg. Hier sind wir ein kurzes Stück von der Unterführung bis zum Schlotgraben wieder auf Moosinninger Gemeindegebiet

22. und fahren auf die Eichen bei Itzling zu.

Hier lädt eine Bank unter den Birken zu einer Rast ein.

 

Weiter geht es nach rechts am Zehetmairloh vorbei. An der Gabelung nutzen wir den linken Weg. Wir sehen vor uns den Gänsloh mit einem Brunnen der Stadt Erding und fahren die sogenannte Granfahrt bis zum Waldkindergarten. Hier muss man sich vorstellen, dass die gesamte Flur ab dem Gänsloh mit dem Burgholz bewaldet war.

23. Ca. 100 m nach dem Waldkindergarten biegen wir nach rechts in den letzten Waldweg und folgen diesem bis zu Querstraße die uns zur Staatsstraße 2082 bringt.

24. An der Staatsstraße haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder wir fahren den Radweg nach rechts (Achtung: nicht die geteerte Einfahrt benutzen, sondern den Radweg an der Straße) oder wir fahren auf der Staatsstraße nach links und biegen dann gleich wieder nach rechts, dem Wegweiser Hofsinglding folgend, ab. Auf diesem Weg kommen wir nach Sollnberg und Eder a.H. bzw. wir biegen an der Kreuzung nach rechts ab und fahren nach Riexing.

24 a. Wenn wir uns für den kleinen Umweg Riexing entschieden haben, kommen wir an die Kreuzung an der wir nach rechts Richtung Riexing abbiegen. Hier hätten wir die Möglichkeit nach links zum Weiler Sollnberg (Achtung Sackgasse) und geradeaus und dann links zum Weiler Eder am Holz zu kommen. Wenn wir nach Riexing fahren, liegt südlich von uns das Schusterfeld, das vermutlich seinen Namen vom "Schusteranwesen" in Riexing hat. Nördlich ist das Suppenfeld. Der Name Suppe kommt von  Schlamm; also das "Schlammfeld". Wieso das so heißt kann leider nicht erklärt werden.

24 b. In Riexing führt uns der Weg nach rechts zurück zur Staatsstraße. Hier sollten wir uns aber einen Blick auf die Kapelle beim "Schuster" leisten. Die Kapelle wurde ca. um 1600 erbaut und ist eine Hofkapelle. Leider ist sie in einem sehr desolaten Zustand.

24 b. In Riexing führt uns der Weg nach rechts zurück zur Staatsstraße. Hier sollten wir uns aber einen Blick auf die Kapelle beim "Schuster" leisten. Die Kapelle wurde ca. um 1600 erbaut und ist eine Hofkapelle. Leider ist sie in einem sehr desolaten Zustand.

25. An der Staatsstraße Niederneuching - Erding folgen wir dem Wegweiser Richtung Moosinning/Burgholz. Hier sind wir an dem geographisch höchsten Punkt von Moosinning (516 m). Auf der nicht ausgebauten Straße fahren wir Richtung Norden und bewegen uns auf die "Hecke" zu. Ein kleines Wäldchen mit Eichen. Bei guter Sicht können wir geradeaus durch die Schneise, die die Flughafentangente durch den Wald geschlagen hat, den Kamin des Kraftwerks Zolling sehen.

26. Auf der nicht ausgebauten Straße fahren wir Richtung Norden und bewegen uns auf die "Hecke" zu. Ein kleines Wäldchen mit Eichen.

Bei guter Sicht können wir geradeaus durch die Schneise, die die Flughafentangente durch den Wald geschlagen hat, den Kamin des Kraftswerks Zolling sehen. Der beschriebene Wald hat in alten Flurkarten den Namen Hagenauer Holz und die Flur die Bezeichnung Hagenauer Feld. Das Wort Hagenau besteht aus Hagen = durch eine Hecke eingefasst und Au = an einem Bachlauf. Der Wald westlich von Burgholz heißt Hagenau und wird neben dem Bleichbach noch von zwei Bächen durchzogen. An der "Hecke" folgen wir dem Wegweiser Burgholz.

27. Beim "Burgholzer" sehen wir wieder eine Hofkapelle. Die Muttergotteskapelle soll um 1700 errichtet worden sein und wurde in den 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts von den Besitzern restauriert. Wenn wir an dem Anwesen Burgholzer vorbeigefahren sind, sehen wir zur rechten Seiten einen Acker zwischen dem Anwesen und dem angrenzenden Holz. Hier befand bzw. befindet sich eine Keltenschanze. Genaueres hierzu kann in "Keltenschanzen bei Moosinning, Efodon e.V., Gernot L. Geise" nachgelesen werden.

28.  Wenn wir das Burgholz verlassen und auf der Brücke der Flughafentangente stehen bleiben, dann sehen wir links den Steinberg und rechts das Anwesen "Bräumartl". Die Flur zwischen Kanal und Gänsloh war früher mit dem "Schloßloh" bewaldet. Der Flurname kurz vor der Ortschaft wird "Alte Wiesen" genannt.

29. Am Ortseingang von Moosinning fahren wir nach rechts über den Mittleren Isar Kanal und sehen vor uns die Grundschule von Moosinning und die Kirche. Die Kirche besteht sozusagen aus zwei Teilen. Der vordere Teil mit dem Turm wurde 1928 fertiggestellt. Der hintere, niedrigere Teil ist die "alte" Kirche von Moosinning, die in dieser Form 1698 - 99 errichtet wurde. An dem Platz selbst soll es seit rund 1000 Jahren eine Kirche geben, berichtet der Chronist Gammel.

30. An der Kirche biegen wir links ab in die Andreas-Kaiser-Straße. Wenn wir den Berg abwärts fahren, kommen wir durch ein Neubaugebiet das für Moosinning historischen Boden hat. Hier wurden bei den Bauarbeiten über 200 Reihengräber aus dem 6. - 8. Jahrhundert gefunden. Darunter eine hochgestellte Persönlichkeit, was aus den Grabbeigaben abgeleitet werden kann. Vielleicht war es der Namensgeber von Moosinning - der "Ingo".

31. An Ende der Straße fahren wir auf dem Radweg nach links und nach ca. 100 m queren wir die Neuchinger Straße und biegen in den Urtelweg ein. Wenn wir nach links blicken sehen wir "die Urtel" die Flur links und rechts der Straße sind die Lauserwiesen. Der Namen Lauserwiesen kommen von nassen Wiesen, die früher nur einmal gemäht wurden und die Leute durch "Urtheil oder Loos" zugewiesen bekamen. Daher auch der Name Urtel. Aus der Urtel fließt der Lausergraben, denn wir nach rund 200 m überqueren. Die Straße windet sich um das Anwesen Schwaiger und geht dann geradeaus nach Westen. Der Hofname Schwaiger kommt daher, weil hier früher eine Schwaige = Melkstatt war. Hierher gingen mittags die Frauen um die Kühe zu melken. Die Kühe wurden von Gemeinde-Hütern auf die Wiesen getrieben und bewacht.

Die Anwesen, die entlang der Straße "Urtelweg" bis zur "Einfangstraße" anliegen, hatten her immer schon ihren Standort. Burgholzer und Gammel berichten, dass dieses Gebiet "in den Schwaigen" hieß. Von Gammel wissen wir, dass es sich früher um insgesamt 11 Schwaigen gehandelt hat.

32. Wenn wir an den Anwesen "Fischer" und "Hochstatter" vorbei fahren, kommen wir wieder an die Dorfen. Unser Blick richtet sich auf der Brücke nach links. Wir sehen, dass in die Dorfen der Fahrbach einmündet. Der Name entstand, weil früher der Bach als "Fahrt" genutzt wurde. Der Flurname ist die "obere Point". Hierbei handelt es sich ehemals um eingezäunte Hofgrundstücke.

Nach der Dorfenbrücke nehmen wir den rechten Feldweg und fahren über den "Seidlberg" zur Einfangstraße - unserem Ausgangspunkt. Wenn wir über die Brücke des Gfängbachs fahren, sehen wir rechts ein wenig verborgen ein kleines Wehr das Überwasser in den alten Lauf des Gfängbachs ableitet (sh. Beschreibung bei Schnabelmoos).

Nach dem sich der Kreis unseres Radwegs durch die Gemeinde Moosinning geschlossen hat, bleibt uns nur noch allen Benutzern des Weges viel Spaß zu wünschen und hoffen, dass die Erklärungen ein wenig "Licht ins Dunkel" gebracht haben.

  • tatkräftig

     

  • bürgernah

     

  • unabhängig

     

  • zukunftsorientiert

Stand: 19.06.2017

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